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MANUELLE LYMPHDRAINAGE nach Dr. Vodder

Technik aus der Lymphologie

KLEINE GESCHICHTE

Zur Zeit Hippokrates und Aristoteles bestand bereits das Wissen um das Vorhandensein von Gefäßen mit klarer Flüssigkeit. In den nächsten zwei Jahrtausenden geriet dieses Wissen in Vergessenheit. Erst Gaspare Aselli entdeckte 1622 diese Gefäße wieder und Bartholin veröffentlichte erstmals 1652 eine Abhandlung über die "vasa lymphatica" (Lymphgefäße). Von 1928 bis 1939 behandelte das dänische Ehepaar Vodder in Frankreich im eigenen Physiotherapieinstitut meist Engländer, die dort zur Kur waren. Diese Patienten litten durch das feuchtnebelige Klima in England unter chronischen Erkältungskrankheiten mit geschwollenen Lymphknoten am Hals. Vodder behandelte diese Patienten erfolgreich, obwohl damals das Lymphsystem für Ärzte und Masseure tabu war. 1935 wurde diese Methode bekanntgegeben und 1936 erstmals schriftlich veröffentlicht. Vorerst verhielt sich die Ärzteschaft eher ablehnend. Die Anerkennung erfolgt erst, als Prof. Földi und Prof. Mislin mit Hilfe einiger Ärzte unter therapeutischer Anwendung, die Wirksamkeit nachweisen konnten. Seit 1973 ist diese Methode endgültig anerkannt, weil der Behandlungserfolg meßbar ist.

BESCHREIBUNG

Sanfte, sehr langsame Massagetechnik mit direkter Wirkung auf das lymphatische System. Erforderlich ist ein genaues und drucktechnisch korrektes Arbeiten. Diese Technik orientiert sich an den größeren, ableitenden Lymphgefäßen und der Lage der ihnen zugeordneten Lymphknotenansammlungen des jeweiligen Körperabschnittes. Abtransport von Schlacken aus dem Bindegewebe und dadurch Stoffwechselverbesserung. Verbessernde Wirkung auf das Immunsystem. Bei Wasseransammlungen im Gewebe (gestaute Arme und Beine, Ödeme).

WIRKUNG

Abtransport von Schlacken aus dem Bindegewebe und dadurch Stoffwechselverbeserung; stressabbauend; beruhigend; Verbesserung des Immunsystems; wirkt positiv auf die glatte Darmmuskulatur; baut Stauungen ab; löst beutelartige Nackenstauungen auf; wirkt entgiftend; ist ein Zuwenderreflex.

INDIKATIONSBEISPIELE

Ödeme bei lymphatischen Abflusstörungen - primäre Ödeme

Hypoplasie; Hyperplasie; Aplasie; Leistenlymphknotenfibrose; Lymphknoten mit Verhärtung; Lymphödema praecox.; Lymphödema juvenile; Lymphödema tardum.
Flüssigkeitseinlagerung im Gewebe ohne erkennbaren Grund (zyklisches Auftreten, ganzer Körper betroffen, meist hormonell bedingt, Ernährungsfehler, Eiweiss-Introleranzen, Nahrungsmittelunverträglichkeit).
Lymphgefäßentzündungen (viruell, bakteriell); Traumatische Lymphangiopathie (Verletzungen, Verbrennungen, Chemotherapie, Bestrahlung).

Ödeme infolge Erhöhung des hydrostatischen Drucks - sekundäre Ödeme

bei venösen Abflussstörungen wie: Varikosis, Venenstripping, Besenreiserverödung;

Ödeme sonstiger Ursachen

Lipödem; Schwangerschaftsödem;

Ödeme infolge Verminderung des onkotischen Soges - Eiweißmangelödeme

Bei allen Eiweißmangelödemen und bei kardialen Ödemen wird grundsätzlich KEINE Manuelle Lymphdrainage ausgeführt, um die erkrankten Systeme nicht zu überlasten.
Nierenödem bei erhöhter Eiweißausschwemmung; Darmödem bei Schleimhauterkrankung mit Eiweißverlust und ohne Entzündung; Leberödem z. B. bei Leberzirrhose; Hungerödem.

Erkrankungen des Rheumatischen Formenkreises

Entzündlich: Chronische Polyarthritis; Morbus Bechterev;
Degenerativ: Coxarthrose (Hüftgelenk); Gonarthrose(Kniegelenk); Omarthrose (Schultergelenk); Cervikalarthrose (Halswirbelsäule, obere Brustwirbelsäule); Polyarthrose (kleine Wirbelgelenke).

Weichteilrheumatismus:

schmerzhafte Muskelverhärtungen (Hypertonus);

Neurologische Erkrankungen:

Lymphostatische Enzephalopathien (Lymphabflussstörungen aus dem Gehirn); Konzentrationsmangel; Lernschwierigkeiten; Apoplexie (Schlaganall); Multiple Sklerose.
Bei neurologischen Erkrankungen ist meist eine Absprache mit dem behandelnden Arzt erforderlich !!!

Kopfschmerzsyndrome:

Migräne; Vasomotorischer Kopfschmerz; Spannungskopfschmerz; Cervikaler Kopfschmerz; Trigeminusneuralgie; Multiple Sklerose.

Dermatosen - Hauterkrankungen:

Ulcus Cruris; Akne; Psoriasis; Narbenbildung; Liftings; nach plastischen Operationen.

Sonstige Anwendungsbereiche:

Sehnen- und Sehengleitlagerentzündung; Schleimbeutelentzündung; Unterhautfettgewebeentzündung; in der Sportphysiotherapie; Obstipation; Diarrhö; Morbus Crohn; Maligne (bösartige) Prozesse (nach abgeschlossener ärztl. Therapie); Iatrogene Ursachen (vom Arzt/Krankenhaus verursacht); chronisch-entzündliche Erkrankungen der oberen Atemwege; Tumore im HNO-Bereich; Kieferanomalien – bei Zahnspangen gleich zu Beginn; Hyperaktive Kinder; chron. Entzündung der Nasennebenhöhlen; Asthma; Entzündungen der Gaumen- u. Rachenmandeln – nach Beginn der Antibiotikatherapie; Postoperative Zustände (Quellungen) ca. ab dem 3. Tag; Posttraumatische Zustände (Stauchung, Quetschung) so früh wie möglich; Narben, Verbrennungen, Verätzungen; Sudek-Syndrom ab dem 1. Stadium; palliative Begleitbehandlung.

DAUER

Pro Behandlung bis zu 2 Stunden, mind. jedoch 45 Min. 

TARIFLICHE RÜCKVERRECHNUNG MIT DIVERSEN KASSEN BEI PRIMÄREM UND SEKUNDÄREM LYMPHÖDEM MÖGLICH !